Veranstaltung "Herausforderungen der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)"

Seminar für Datenschutzbeauftragte sowie LeiterInnen und MitarbeiterInnen von Jobcentern


Herausforderungen der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)
Termin: 10.07.2018
Ort: Nürnberg
Veranstaltungsinfo: Flyer "Herausforderungen der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)"
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Am 25. Mai 2018 tritt EU-weit die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) in Kraft. Die DS-GVO umfasst 99 Artikel und hat 70 Öffnungsklauseln, von denen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) teilweise Gebrauch gemacht hat.

Im Kern soll die DS-GVO die Verarbeitung personenbezogener Daten durch Unternehmen, Vereine oder Behörden regeln. Dazu gehören etwa Name, Adresse, Ausweisnummer, E-Mail- oder IP-Adresse. Der Bürger soll die Hoheit über seine Daten zurückerlangen. Daten, die ein Unternehmen für den ursprünglichen Zweck der Speicherung nicht mehr benötigt, muss es löschen. Zudem haben Verbraucher das Recht auf Auskunft. Unternehmen und Organisationen müssen gespeicherte Daten auf Anfrage zur Verfügung stellen. Ihren Kunden müssen Unternehmen in einfacher Sprache erklären, warum sie die Daten überhaupt brauchen und wie lange sie gespeichert werden sollen. Außerdem sollen Unternehmen grundsätzlich so wenige Informationen wie möglich sammeln und nur solche, die sie tatsächlich brauchen. Und diese Daten dürfen sie ausschließlich für den genannten Zweck nutzen und müssen sie so sicher speichern, dass weder ein unrechtmäßiger Zugriff noch ein versehentlicher Verlust der Daten möglich ist. Verstößt der Verantwortliche gegen Vorschriften der DS-GVO drohen ihm empfindliche Geldbußen in Höhe von bis zu 20 Mio. EURO oder im Falle eines Unternehmens 4 % des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahrs – je nachdem, welcher der Beträge höher ist.

 

Nutzen

 

Gerade im digitalen Zeitalter müssen sich Einrichtungen verstärkt mit den Themen Datenschutz und Datensicherheit befassen, um die Interessen von Geschäftspartnern, Kunden und Mitarbeitern im Hinblick auf die Verarbeitung personenbezogener Daten zu wahren. Mit diesen Daten muss nicht nur sorgsam umgegangen werden, diese müssen auch vor dem Verlust und dem Zugriff Unbefugter geschützt werden. Der Gesetzgeber verpflichtet Einrichtungen zur Einhaltung der geltenden Datenschutzbestimmungen. Die Überwachung der Einhaltung dieser Bestimmungen obliegt in der Regel der/dem betrieblichen Datenschutzbeauftragten. Nachgewiesene Fachkunde in den Bereichen Datenschutzrecht und Datenschutzorganisation ist die Voraussetzung für die Bestellung zum Datenschutzbeauftragten.

 

Deshalb soll dieses Seminar LeiterInnen und MitarbeiterInnen von Jobcentern in die Lage versetzen, mögliche Problemfelder frühzeitig zu erkennen und Lösungen rechtssicher anzuwenden. Die Teilnehmenden werden mit Grundvoraussetzungen und Hintergründen vertraut gemacht.

 

 

Referentin:

 

Die Referentin, Frau Annett Albrecht, ist Rechtsanwältin in Leipzig und befasst sich seit 2007 als Certified Risk Manager allgemein mit der rechtssicheren Optimierung der Organisation im Unternehmen sowie seit 2010 mit dem Thema Datenschutz im Besonderen.

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