Veranstaltung "Potenzialanalyse nach § 15 SGB II – Methoden der Erstellung und Nutzung"

Persönliche Ansprechpartner / Mitarbeitende im Bereich Vermittlung von Jobcentern


Potenzialanalyse nach § 15 SGB II – Methoden der Erstellung und Nutzung
Termin: 28.01.2019
Ort: Berlin
Veranstaltungsinfo: Flyer "Potenzialanalyse nach § 15 SGB II – Methoden der Erstellung und Nutzung"
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Das Rechtsvereinfachungsgesetz hat das Instrument der Potenzialanalyse im § 15 SGB II gestärkt. Eine gute Potenzialanalyse erleichtert die ebenfalls gestärkte Beratungspflicht, wenn es um die Beratung und Auskunft zur Eignung von Maßnahmen. Aus ihr werden gegebenenfalls auch Ziele und Aktivitäten abgleitet, die Eingang in die Eingliederungsvereinbarung finden.

Im Seminar geht es nicht um die rechtliche sondern um die methodische Seite des § 15 SGB II und dabei zunächst um die Abgrenzung von Potenzialen der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten generell und jenen, die für berufliche Eingliederung erforderlich sind.

Danach werden die verschiedenen Bestandteile Persönlichkeitseigenschaften, Fähigkeiten, Kenntnisse, Eignung u.a.m. im Rahmen eines Kompetenzmodells definiert und diskutiert. Dabei wird zudem berücksichtigt, wie Potenziale erhoben werden können, wenn die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben oder ihr anderer kultureller Hintergrund eine Rolle spielt. Es wird aber auch die zeitliche Perspektive angesprochen.

Verschiedene Methoden/Instrumente zur Erhebung von Potenzialen werden vorgestellt. Dabei wird auf die Probleme von Stärken-Schwächen-Analysen eingegangen.

Diskutiert werden Stolpersteine im Beratungsprozess, wie beispielsweise die Probleme soziale Erwünschtheit oder Reaktanz, wenn Leistungsberechtigte etwas Bestimmtes erzählen, wozu sie nicht stehen, oder wenn Leistungsberechtigte Schwierigkeiten haben ihre Potenziale zu nennen.

Abschließend wird thematisiert, wie die Qualität der Feststellungen überprüft werden kann.

Methoden: Vortrag, Einzelarbeit, Kleingruppenarbeit, Plenumsdiskussion

Zielgruppe: persönliche Ansprechpartner

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